Individueller Schutz

Bei einer privaten Haftpflichtversicherung haben Sie eine Menge Ergänzungsmöglichkeiten durch verschiedene Versicherungsleistungen, die teilweise von den Versicherern automatisch involviert sind, oder als Option gegen Mehrbeitrag angeboten werden.

 

  • Schlüsselverlust

    Viele Versicherungsunternehmen haben bieten die Haftung für Schlüsselverlust, beitragsfrei in der Privathaftpflicht, an. Sollten Sie also den Schlüssel ihres Freundes verlieren, der daraufhin eine neue Schließanlage benötigt, kann dies sehr schnell hohe Kosten verursachen. Die daraus entstehenden Kosten wären dann über die Privathaftpflichtversicherung abgedeckt. Aber Vorsicht, bei den meisten Versicherern erstreckt sich die Kostenübernahme nur auf das Schlüsselverlustrisiko im privaten Bereich. Sollten Sie aber im Besitz von Schlüsseln ihrer Firma sein, und wollen dieses Risiko abgedeckt wissen, sollten Sie bei Ihrem Versicherer genau nachhacken, denn nicht alle Versicherungsunternehmen decken das Risiko des betrieblichen Schlüsselverlustrisikos ab.


  • Mietsachschäden

    Sie sind Mieter einer Wohnung oder eines Hauses und beschädigen versehentlich die Haustür oder den Gartenzaun und es entstehen Ihrem Vermieter gegenüber Schadensersatzansprüche. In diesem Fall haften die Versicherungsgesellschaften in Form einer Mieterhaftpflichtversicherung. Handelt es sich um Sachschäden fallen die Kosten im Regelfall immer höher aus, daher ist eine spezielle Mieterhaftpflichtversicherung immer von Vorteil. Der Versicherungsschutz gilt allgemein für alle in der Wohnung wohnenden und in der Versicherungspolice gemeldeten Personen. Außerdem erstreckt sich der Versicherungsschutz über Gegenstände, die nicht gesondert durch eventuell eine andere Versicherung abgedeckt ist wie beispielsweise Glas. Die meisten Versicherer bieten diesen Versicherungsschutz als beitragsfrei in der Privathaftpflichtversicherung an.


  • Ausfalldeckung

    Unter einer Forderungsausfalldeckung versteht man die Übernahme der Kosten durch den Versicherer für Schäden, die Ihnen zugefügt wurden, aber der Verursacher selbst nicht im Besitz einer Haftpflichtversicherung ist und nicht im Stande ist, den finanziellen Schaden selbst zu beheben. Bis es zu einer Zahlung durch die Versicherungsgesellschaft kommt, müssen Sie allerdings alle möglichen rechtlichen Schritte einleiten, bis hin zum Vollstreckungsbescheid beim Verursacher. Der Versicherer ist erst ab einer gewissen Schadenssumme verpflichtet zu zahlen, das bedeutet für Sie, informieren Sie sich vor Abschluss genau über die Forderausfalldeckung.


  • Bauherrenrisiko

    Oftmals ist auch in der Privathaftpflichtversicherung das Bauherrenrisiko, bis zu einer gewissen Baussumme, mit abgesichert. Man sollte aber hier genau auf die Baussumme achten, denn überwiegend reicht diese nur aus für kleinere Umbauten oder Anbauten. Für ganze Bauvorhaben wie z.B. einem Hausbau, bedarf es in der Regel einer separaten Bauherrenhaftpflichtversicherung um für den Fall der Fälle richtig abgesichert zu sein.


  • Gefälligkeitshandlungen

    Sollten Sie jemanden beauftragen für Sie einen Gefallen zu tun und es geht etwas schief, es entstehen gegenüber dritten Personen Schadensersatzansprüche, dann hat laut Gesetz die geschädigte Person keinen Anspruch auf Haftung. Das bedeutet, die Versicherungsgesellschaft ist nicht verpflichtet zu zahlen. Doch was macht man in diesem Fall, die entstandenen Kosten sind da und müssen behoben werden, die Frage ist dann nur, kann ich das finanziell. Auch hier ist aus Sicht der Gesellschaften eine Zusatzoption der Haftung bei Gefälligkeitsschäden möglich und kann mitversichert werden. Meist beläuft sich der Betrag für die Übernahme von Kosten auf rund 1.000 Euro.


  • Arbeitslosigkeit

    Sollten Sie auf unberechtigte Weise und ohne eigenes Verschulden aus Ihrer Berufstätigkeit ausscheiden, so bieten die Gesellschaften bei Arbeitslosigkeit eine Übernahme der Beiträge bis zu 2 Jahren an. Hier findet zu Ihren Gunsten eine Beitragsbefreiung statt, der Versicherungsschutz hingegen bleibt bestehen. Achtung: Um Ihr Recht bei unberechtigtem Ausscheiden des Unternehmens geltend machen zu können, haben Sie die Möglichkeit einer Berufsrechtschutzversicherung.